Das Eisbergmodell

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War Sigmund Freud ein kluger Mann? All jene, die sich mit seinen Kommunikationsmodellen auseinandergesetzt haben, werden dieses wohl ohne zu zögern bejahen.

Ein schönes Beispiel hierfür ist das Eisbergmodell.

Die Betrachtungsweise des Eisberges zeigt sehr anschaulich, dass es in Bezug auf die Kommunikation Anteile gibt, die sicht- und hörbar sind und auch solche, die einen verborgenen Anteil inne haben.

 

Die Sachebene (bewusst) und die Beziehungsebene (unbewusst)

Der sichtbare Teil des Eisberges beträgt etwa 20% (Sachebene) oberhalb des Wassers und ein nicht unerheblicher Teil liegt mit 80% (Beziehungsebene) unter Wasser. Die Sachanteile liegen bei einem Gespräch somit bei 20% und die restlichen 80% weisen einen hohen Anteil der Beziehungsanteile auf. Ist nun die Beziehungskommunikation gestört, kann sich dieses nachteilig auf das Gespräch der Sachebene auswirken. Bei einer guten Beziehungsebene wirkt sich das Gespräch auf der Sachebene positiv aus. Das heißt, dass  Gesprächspartner in einem besseren Kontakt sind, wenn Sie sich sympathisch finden. Somit wird in ein Gespräch nichts hineininterpretiert, was auch gar nicht gemeint war und Missverständnisse bleiben aus.

 

Hektik und Stress vergiften den Alltag

Allerdings sieht es in der Realität so aus, dass Menschen im Stress eher das Gefühl für eine intakte Beziehungsebene verloren haben. Es kommt zu verbalen Ausrutschern mit trüben Gedanken, was zu Konflikten im Berufs- und Privatleben führt. Es entsteht ein Kreislauf aus Wut, Angst, Ärger und Frust, der schließlich im chronischen Stress seinen Lauf findet. Der so entstehende Druck, der auf den Betroffenen lastet, wird mit erhöhtem Zigaretten- und Alkoholkonsum zu entkommen versucht. Schmerzen und Verspannungen werden mit Medikamenten gelindert. Funktioniert auch dieses nicht mehr, wird die Dosis erhöht.  Die Betroffenen fühlen sich müde und erschöpft und ziehen sich zurück. Der Partner, die Familie, Freunde und auch Hobbies werden aus Gründen der Energielosigkeit mit begleitendem Antriebsmangel vernachlässigt. Dieses Verhalten führt zu weiteren Konflikten im sozialen Umfeld. Die Betroffenen fühlen sich dadurch schuldig und es kommt zu depressiven Verstimmungen. Die Abwärtsspirale führt immer weiter nach unten, bis sie an einem unerwarteten Tiefpunkt angelangt ist.